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Oophaga histrionica „Bahia Solano“ 1,0 adult

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Oophaga histrionica „Bahía Solano“ – Pfeilgiftfrosch für bioaktive Terrarien

Der Oophaga histrionica „Bahía Solano“ ist eine eindrucksvolle, stark gemusterte Lokalform aus der Familie der Dendrobatidae. Diese Tiere aus Kolumbien gehören zu den optisch variabelsten Vertretern ihrer Gruppe und wirken im Terrarium durch ihre kontrastreiche Zeichnung sofort präsent. Zudem sind sie tagaktiv, bodenorientiert und zeigen in stabil eingerichteten Anlagen ein gut beobachtbares Verhalten.

Herkunft und Lebensraum

Die Population stammt aus der Region Bahía Solano an der Pazifikküste Kolumbiens, wo sie in sehr feuchten, warmen Regenwaldgebieten lebt. Dort bewegen sich die Tiere in der Laubschicht, zwischen Wurzeln und in stark strukturierten Mikrohabitaten mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit und stabilen Temperaturen.

Aktuelle Einordnung / Namensstatus

Wichtig für die heutige Einordnung: Die Tiere, die früher als Oophaga histrionica geführt wurden, werden in der modernen Systematik teilweise als Oophaga andresi (Komplex / Abspaltung aus dem histrionica-Komplex) behandelt. In der Terraristik ist der alte Name „histrionica“ jedoch weiterhin sehr verbreitet und wird oft parallel verwendet.

Haltung und Sozialstruktur

Der Oophaga andresi / histrionica „Bahía Solano“ wird in der Haltung meist als Paar (1,1) gepflegt, in sehr großen und gut strukturierten Terrarien ist auch eine kleine Gruppenhaltung möglich. Entscheidend sind viele Sichtbarrieren und klar getrennte Mikrobereiche, da die Tiere territorial reagieren können.

Ein stabil eingerichtetes bioaktives Terrarium ist notwendig. Die Temperatur sollte tagsüber bei 24–26 °C liegen, nachts leicht auf 22–24 °C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant bei 85–100 % liegen, ohne dauerhaft nasse Bedingungen zu erzeugen.

Ein Terrarium ab etwa 60 × 45 × 60 cm ist sinnvoll, besser größer, da diese Tiere aktiv sind und viel Struktur nutzen. Besonders wichtig ist eine sehr dichte Bepflanzung mit Moosen, Pflanzen, Wurzeln und zahlreichen Rückzugszonen.

Ein bioaktives System mit Springschwänzen und Asseln stabilisiert das Mikroklima und unterstützt den natürlichen Abbau organischer Reste zuverlässig.

Fortpflanzung

Wie typisch für Oophaga zeigt auch diese Form ein hoch spezialisiertes Brutverhalten. Die Kaulquappen werden nach dem Schlupf einzeln in kleine Wasseransammlungen transportiert, meist in Bromelien oder Pflanzen-Achseln. Dort werden sie über längere Zeit mit unbefruchteten Nähreiern versorgt, was eine enge elterliche Bindung erfordert.

Fütterung

Gefüttert wird mit sehr kleinen bis mittelgroßen Futtertieren wie Drosophila melanogaster, Drosophila hydei, tropischen Springschwänzen und weiteren Mikroinsekten. Eine gleichmäßige, abwechslungsreiche Versorgung ist wichtig für Wachstum und Gesundheit.

Empfohlenes Zubehör

Sinnvoll sind stark strukturierte Pflanz- und Moosaufbauten, stabile Rückzugsbereiche sowie Drosophila-Zuchtansätze für eine kontinuierliche Futterversorgung. Ergänzend helfen Springschwänze, Asseln und ein fein abgestimmtes Beregnungssystem, stabile Bedingungen zu halten.

Fazit

Der Oophaga andresi (histrionica „Bahía Solano“) ist eine anspruchsvolle, aber sehr eindrucksvolle Terrarienform. In einem gut strukturierten bioaktiven Terrarium zeigt er ein spannendes Sozial- und Brutverhalten und zählt zu den interessantesten Vertretern des ehemaligen histrionica-Komplexes.

Variante

Oophaga histrionica Bahia solano Jungtier 0.0‚1, Oophaga histrionica Bahia solano 1.1‚0 legend, histrionica Bahia solano semi adult 0.0‚1

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